Die Lebensräume schützen – so umfassend wie möglich

Streuobstwiesen haben eine lange Geschichte. Im Mittelalter pflanzten die Menschen auf brachliegenden Feldern und Wiesen Obstbäume an; vor allem Äpfel und Birnen, aber auch Zwetschgen und Kirschen. Die Bäume wuchsen in Gruppen und Reihen oder unregelmäßig über die Wiesen verstreut, so dass die Kühe darunter weiden konnten. Mit den Früchten deckten unsere Vorfahren ihren Bedarf an Essobst, Most, Saft und Marmelade. Und da blühende Bäume eine vorzügliche Bienenweide sind, konnte hier auch noch Honig gewonnen werden.

Einst gab es diese Streuobstwiesen in Deutschland reichlich, vor allem in der Fränkischen Schweiz, im Alten Land und am Bodensee. Und ihre Pflanzen- und Tierartenfülle rührte von der Naturbelassenheit ihrer Lebensräume her: keine synthetische Düngung, keine Spritzmittel. Ihr Sterben setzte mit der Ausbreitung der europäischen Agrarpolitik ein, die auf Früchtenormen und Mengen-Subventionierung setzte. Da musste etwas so Kleinräumiges, Altmodisches wie die Streuobstwiese ins Abseits geraten.

Hier kommen wir von Haus Rabenhorst ins Spiel: Wir haben mit vielen noch im alten Stil wirtschaftenden Obstbauern Anbauverträge abgeschlossen und zahlen ihnen Preise, die sie ermutigen, ihre Streuobstwiesen als Reservoire für alte Fruchtsorten und Rückzugsgebiete für bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.